Ritter eiskalt überrascht!

Die Landesjugendfeuerwehr Brandenburg hatte unter dem Motto „Ruppiner-Ritter-Camp“ vom 20. bis 27. Juli zu ihrem diesjährigen Landesjugendlager nach Wusterhausen/Dosse eingeladen. Über 600 junge Ritter aus aller Herren Länder folgten dem Aufruf und nahmen die Wusterhauser Dosselhalle, die sich in eine mächtige Burg verwandelt hatte, in ihren Besitz.

Stilecht in Burgherrengewändern nahmen Landesjugendfeuerwehrwart Sven Szramek und die stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwartin Anja Lehmann die Angereisten in Empfang und begrüßten das „Burgvolk“. Neben vielen Brandenburger Jugendgruppen nahmen außerdem Gäste aus Finnland, Polen und Russland teil. Der guten Stimmung konnte dabei auch das schlechte Wetter zu Beginn des Lagers keinen Abbruch tun, bot die Halle doch ausreichend Platz für alle.

Gleich am ersten Tag des Zeltlagers wurden die Jugendlich bei spektakulären Ritterkämpfen sportlich gefordert. Beim Fußballspielen auf den Bolzplatz und im Volleyball wurden die besten Rittermannschaften ermittelt. Zum Ausklang des Tages stand ein Kennenlernabend auf dem Programm, bei dem alle teilnehmenden Gruppen sich und ihre Herkunftsländer vorstellten. Einige bevorzugten dabei die klassische Variante, während sich anderen Gruppen im Rahmen einer kleinen Mitmachshow präsentierten.

Bei Angeboten von A wie „Akrobatik“ bis Z wie „Zusammenbau eines Floßes“ konnte auch an den folgenden Tagen keine lange Weile aufkommen. Die zahlreichen Workshops boten jedem Knappen die Möglichkeit eine passende Freizeitbeschäftigung zu finden und sich zu verausgaben. Eine kreative Ader und handwerkliches Geschick waren unter anderem bei der Herstellung und Gestaltung eines eigenen Wappens gefragt.

Einige der im Camp verweilenden Gaukler und Narren erweiterten ihr Talent im Zirkusworkshop und präsentierten ihr akrobatisches Können vor großem Publikum beim Besuchernachmittag.

Eines der vielen Highlights war sicher auch das deutsch-finnische Saunaprojekt, bei dem die Jugendlichen unter Anleitung des finnischen Saunaprofis und langem Freund `Jonte` einen alten Bauwagen zu einer mobilen Sauna auf Rädern umbauten.

Als das Camp am Mittwoch für alle Interessierten Besucher öffnete, machten sich auch Werner Siegwart Schippel, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg e.V., Geschäftsführerin Carola Krahl und der stellvertretende Bundesjugendleiter Jörn Hendrik Kuinke ein Bild von dem bunten Treiben. „Echt klasse, was die Jungs und Mädels hier organisiert haben“, so der Präsident.

Zum Abschluss des Lagers trat das ganze „Burgvolk“ am Donnerstag eine Reise nach Wittenburg an. Mit modernen „Kutschen“ fuhren die Teilnehmenden in die Skihalle „Van der valk alpinecenter Hamburg-Wittenburg“. Bei Außentemperaturen von … Grad konnten sich die Ritter, Knappen und Maiden auf dem kühlen Weiß erfrischen, oder an anderen Aktionen teilnehmen.

Mit einer spektakulären Lasershow und anschließendem Fest in der „Burg“ Dossehalle endete das Camp. Nach dem Abschied blieb das gute Gefühl neue Freunde gewonnen und Erfahrungen ausgetauscht zu haben. Mit den Worten: „Ohne diesem Team hätte das alles nicht funktioniert“, bedankte sich Landesjugendfeuerwehrwart Sven Szramek bei den ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren und wünschte allen eine gute Heimreise.