Glienicker Jugendfeuerwehr zu Besuch in Polen

Ein „Einsatz“ der besonderen Art brachte die Jugendfeuerwehr Glienicke am 20.08.16 schon sehr früh auf die Feuerwache. Um 06.30 h wurde der Reisebus beladen, der uns nach 8,5 Stunden Fahrzeit an unser Ziel in Polen brachte. Der Plan: 1 Woche unsere polnische Partnerfeuerwehr in der Nähe von Auschwitz besuchen.

Nachdem wir im letzten Jahr eine sehr schöne gemeinsame Woche in Potsdam verbracht hatten, war das nun unser Gegenbesuch bei unseren polnischen Freunden. Wir waren voller Neugier auf das für viele von uns unbekannte Land und freuten uns sehr auf die vor uns liegende Zeit. Zur Vorbereitung haben wir vier Monate lang Polnisch gelernt.

Bei unserer Ankunft wurden wir sehr herzlich begrüßt. Auch die Wiedersehensfreude war bei allen groß. Die meisten Kinder kannten sich schon vom letzten Jahr. Sprachbarrieren gab es, auch dank der beiden Dolmetscherinnen, keine. Eine bunte Mischung aus Deutsch, Englisch und Polnisch lag in der Luft und alle machten einen glücklichen und zufriedenen Eindruck.
Ein tolles abwechslungsreiches Programm wurde von unseren Gastgebern zusammengestellt. Für unser leibliches Wohl sorgte die Hotelküche des Resorts bestens und auch die Unterkünfte waren toll. Das Resort Czarny Gron liegt wunderschön in den Bergen und wir lernten in dieser Woche nicht nur die nähere Umgebung kennen, sondern machten auch Ausflüge nach Auschwitz zur Berufsfeuerwehr, nach Krakau zur Landesfeuerwehrschule und nach Katowice in das größte polnische Feuerwehrmuseum. Wir erlebten zudem viele schöne Momente ohne direkten Feuerwehrbezug, z. B. bei einem gemeinsamen Nachmittag und Abend im Kulturhaus von unseren Freunden in Głębowice, bei verschiedenen Sportaktivitäten, bei einem Besuch in Krakau auf dem Wawel und dem Pizzabacken in einer Pizzeria.

Unsere Kinder haben viel Spaß beim gemeinsamen Kochen und Tanzen, Fußball- und Tennisspielen sowie bei Sportwettkämpfen und Sightseeing gehabt. Es war ihnen gar nicht wichtig, ihr gesamtes polnisches Geld beim Einkaufen auszugeben, denn „das brauche ich doch in zwei Jahren sowieso wieder“ war die Aussage eines Teilnehmers nach dem Bummeln in Auschwitz. Mit diesem Satz sprach er allen aus dem Herzen.

Am letzten Tag unseres Treffens stieß unser Bürgermeister Herrn Dr. Oberlack zu uns. Er besuchte tagsüber den Bürgermeister von Osiek/Głębowice und den Landrat des Landkreises Auschwitz und nahm abends an unserem Abschiedsfest teil.

Viel zu schnell ging die Woche zu Ende und beim Abschied flossen reichlich Tränen. Nun zählen wir die Wochen, bis wir uns im nächsten Jahr wiedersehen. Für die Zeit vom 18.08.-27.08.17 werden wir ein tolles Programm erarbeiten und wieder viel Spaß miteinander haben.

von Claudia Bacigalupo

 

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