LJF Brandenburg zu Gast in Wolgograd

Einer herzlichen Einladung von André Naumov folgend, besuchte eine Delegation der LJF Brandenburg vom 07. bis 15. Mai unsere russischen Freunde in Wolgograd. Neben der großen Parade zum 9. Mai, dem „Tag des Sieges“ (einem der wichtigsten Feiertage in Russland) besuchten sie viele beeindruckende Orte.

Einer herzlichen Einladung von André Naumov folgend, besuchten Landesjugendfeuerwehrwart Sven Szramek und Fachbereichsleiter Andreas Tausche gemeinsam mit einer Delegation der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg vom 07. bis 15. Mai unsere russischen Freunde in Wolgograd. Anlass der Einladung waren die Feierlichkeiten zum 9. Mai, dem „Tag des Sieges“. 1965 wurde dieser Feiertag in der Sowjetunion eingeführt, um an den Sieg über das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg und damit das Ende des „Großen Vaterländischen Krieges“ zu erinnern. In Russland ist er einer der wichtigsten Feiertage im Jahr.

Die Reise begann in Berlin-Schönefeld mit dem Flug über Moskau (dort herrschte Schneeregen bei 2°C) und weiter in die Millionenstadt Wolgograd am Fluss Wolga. Hier wurden unsere Reisenden mit 27°C und Sonnenschein begrüßt.

Dank der freundlichen Unterstützung des Dolmetschers Sergey Golod verlief das erste Treffen mit Gastgeber Nikolay Klimenti ohne größere Verständigungsprobleme. Die unendliche Gastfreundschaft in Russland - speziell bei unseren Freunden der russischen Feuerwehr - ist stets herzlich und grenzenlos. Sicherlich durfte eine Einladung zu einem traditionellen Schaschlik nicht fehlen und rundete den ersten Abend genüsslich ab.

Volle Kraft voraus über die Wolga

Nach einem Besuch im Büro des Gastgebers Nikolay Klimenti am nächsten Morgen, wurden Sven und Andreas auf eine Bootstour über die Wolga eingeladen. Die Stadt, welche sich ca. 80 km an der Wolga entlang streckt, lässt sich in seinen Ausmaßen am besten auf dem Wasser erkunden. Im Süden der Stadt, nahe dem Wolga-Don-Kanal, steht eine der größten Lenin-Statuen in Russland. Hier wurden die beiden neben der Feuerlöschbootwache herzlich in das Hausboot eines Fischers eingeladen und durften traditionell getrockneten Fisch, russischen Tee und andere Köstlichkeiten probieren. Anschließend ging es in schneller Fahrt zurück über die Wolga in die Innenstadt.

Der Einladung in das Panorama-Museum zur Schlacht in Stalingrad gefolgt, konnte die Gruppe in einer deutschsprachigen Führung das große 360°-Diorama bestaunen. Die verschiedenen Sichtweisen zwischen Deutschland und Russland sind interessant, da man in Russland Wert auf die Darstellung einzelner Helden legt. Der bekannteste ist wahrscheinlich Wassili Grigorjewitsch Saizew, welcher in dem – in Potsdam gedrehten - Film „Duell - Enemy at the Gates“ die tragende Rolle als Scharfschütze einnimmt.

Der 9. Mai - "Tag des Sieges"

Am folgenden Tag durfte unsere Delegation der großen Militärparade beiwohnen und interessante Persönlichkeiten kennen lernen, die für das Feuerwehrwesen in Russland bedeutsam sind. Mehr über den Ablauf dieser Parade und ihrer Hintergründe erfahrt ihr HIER

Am Nachmittag nach der Militärparade besuchten Gäste und Gastgeber auf Einladung des Verteidigungsattachés Reiner Schwalb den 37 Kilometer außerhalb der Stadt gelegenen Soldatenfriedhof Rossoschka. Die Brandenburger Delegation zeigte sich tief beeindruckt von dieser Mahn- und Gedenkstätte. Hintergrundinfos und Fotos zu dieser Exkursion gibt es HIER

Abenteuer in Wolgograd und Umgebung

Tag 3 begann mit einem Ausflug in die Geschäftsstelle des Jugendrings der Stadt Wolgograd. Verbandsleiter Iwan Radko stellte die Arbeit des Jugendverbands vor und zeigte sich sehr interessiert an den Berichten über die verschiedenen Jugendfeuerwehren des Landes Brandenburg.
Für Sven und Andreas hieß es an diesem Tag bereits „Abschied nehmen“. Sie mussten sich auf den Heimweg nach Deutschland machen.

Am Donnerstag folgte die verbliebene Delegation aus Jugendfeuerwehrangehörigen und ihren Betreuern sehr gerne einer Einladung der Feuerwehren des Bezirks Wolgograd zu einer Einsatzübung. Anwesend waren auch der Minister für Katastrophenschutz der Region Wolgograd Oleg Grebenyuk, der stellvertretende Oberbürgermeister Kharitkin sowie die Jugendfeuerwehrwartin der Region Wolgograd. Als Einsatzlage sollte ein Gras- und Schilfbrand vor einer Siedlung angenommen werden. Aufgrund des starken Windes wurde auf das Entfachen eines echten Feuers verzichtet. Die Vorführung der Bekämpfung des (simulierten) Brandes, sowie die Erläuterungen über Arbeit und Struktur der Freiwilligen Feuerwehren in der Region Wolgograd waren höchst interessant. Dank der fleißigen Übersetzungen durch Sergey Golod bot sich im Anschluss die Gelegenheit zu weiteren interessanten Gesprächen mit Minister Grebenuk sowie örtlichen Feuerwehrangehörigen.

Zurück in Wolgograd wurde es dann sportlich. Nach der Führung durch eine örtliche Feuerwache verabredete man sich spontan zu einer Schnelligkeitsübung: Den freundschaftlichen Wettbewerb um das Anziehen der Schutzbekleidung unter Zeitdruck konnten die Gäste aus Deutschland für sich entscheiden. Die „unterlegenen“ russischen Gastgeber luden ihre brandenburger Kameraden im Anschluss zu einer Ausfahrt in einem Ural-LKW ein.

Ein Wiedersehen mit Iwan Radko vom Jugendring gab es am 5. Tag der Reise bei einem Besuch der Universität von Wolgograd. Die brandenburger Reisegruppe wurde herzlich empfangen und es wurde mit einer Gruppe Studenten angeregt über die Freiwilligen Feuerwehren beider Länder sowie über den zukünftigen internationalen Jugendaustausch gesprochen.
Am Nachmittag folgte ein Besuch der ehemaligen deutschen Siedlung Alt Sarepta, die 1765 von der Herrnhuter Brüdergemeine gegründet wurde, sowie die Besichtigung der größten Lenin-Statue Russlands, direkt am Ufer der Wolga gelegen.

Zu Füßen einer der größten Statuen der Welt

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der gemeinsame Besuch der „Mutter-Heimat-ruft Statue“ auf dem Mamaev-Hügel, zwei Tage vor der Abreise. Die kolossale Abbildung einer Frau („Mutter Heimat“) mit einem zum Himmel gestreckten Schwert ist mit 85 Metern Höhe eine der größten Statuen der Welt. Das Schwert der Statue allein ist 33 Meter lang und wiegt 14 Tonnen. Das Gesamtgewicht ohne den Sockel beträgt 7.900 Tonnen, davon ca. 5.500 Tonnen Beton und 2.400 Tonnen Metall. Sie wurde 1967 errichtet und erinnert an die Schlacht von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg.

Interviews mit Medienvertretern

Gemeinsam mit Vertretern des Russischen Jugendrings fuhr unsere Delegation an Tag 7 zur Mahn- und Gedenkstätte auf dem Schlachtfeld bei Novozhiznenskoye. Sogar ein Kamera-Team des russischen Fernsehens war vor Ort und führte (unter Mithilfe von Sergey Golod) kurze Interviews mit den Besuchern aus Deutschland durch.

Abschied von Wolgograd

Eine äußerst interessante und spannende Reise fand ihren Ausklang am achten Tag mit dem Besuch einer Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge. Wolgograd verabschiedete sich mit regnerischem Wetter und 10°C, was die Kameraden aus Brandenburg jedoch nicht von einem kurzen Bad in der Wolga abhalten konnte, bevor die Koffer für die Heimreise gepackt werden mussten.

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